GF98.00-P-2000A Lackierung/Korrosionsschutz Serienfertigung Allgemeines 24.8.07

TYP  alle


P98.00-0770-09

Produktionsablauf Lackierung / Korrosionsschutz (standardisiert)
1 Vorbehandlung
2 Kathodische Tauchlackierung (KTL)
3 KTL-Trockner
4 Nahtabdichtung
5 Unterbodenschutz (UBS)
6 UBS-Trockner
 

7 KTL-Schleifen/reinigen (Fehlstellen)
8 Füllerapplikation
9 Füllertrockner
10 Füller-Schleifen/Reinigen (Fehlstellen)
 

11 Decklackapplikation
12 Decklacktrockner
13 Hohlraumkonservierung
14 Wachstrockner
A Manuelle Tätigkeit

Korrosionsschutzmaßnahmen sollen das Aussehen und die Funktionsfähigkeit von Fahrzeugbauteilen für die Lebensdauer des Fahrzeuges unter weltweit höchst unterschiedlichen Klima- und Beanspruchungsbedingungen sicherstellen.

Durch die individuellen Einsatzbedingungen unserer Fahrzeuge in über 200 Ländern der Erde muss der Oberflächenschutz einer Vielzahl von Umwelteinflüssen und mechanischen Belastungen widerstehen.
Um diesen unterschiedlichen Anforderungen zu genügen, wird dem Oberflächen- und Korrosionsschutz bei DaimlerChrysler größte Bedeutung beigemessen. Da es kein Verfahren gibt, welches unter allen Bedingungen und auf allen Bauteilen einen gleichartig hohen Korrosionsschutz gewährleistet, werden viele unterschiedliche Verfahren nebeneinander in den Werken am Fahrzeug eingesetzt.

  Es wird darauf geachtet, korrosionsanfällige Konstruktionen so weit wie möglich zu reduzieren und konzeptionell gefährdete Bereiche u. a. durch gute Belüftung, Ablaufmöglichkeiten von Schwitzwasser in Hohlräumen etc. vor Korrosion zu schützen.
Bis zur letztendlich gültigen Festlegung eines Korrosionsschutzkonzeptes ist die gesamtheitliche Betrachtung des zu schützenden Systems erforderlich. Hierbei ist es wichtig, die verschiedensten Werkstoffe mit den jeweils dem Anforderungsprofil entsprechenden Materialien durch Prüfungen in Labor und Praxis aufeinander abzustimmen.

Aus diesem Grund werden in der Praxis unterschiedlichste Beschichtungssysteme appliziert und mit verschiedenartigsten Verfahren auf Bauteilen unterschiedlicher Art eingesetzt. Dadurch sind die in den Werken unterschiedlich eingesetzten Konstruktions- und Lackaufbauten bezüglich Qualität und Langlebigkeit durchaus als gleichwertig anzusehen.

Die Oberflächen der Werkstoffe können durch Aufbringen metallischer und nichtmetallischer Überzüge (z. B. durch Einölen, Einfetten, Wachsen, Lackieren, chemische, metallische, keramische und Kunststoff-Überzüge) geschützt werden. Insbesondere wichtig dabei ist, dass die vielen einzelnen Materialien im System qualitativ den bestmöglichen Korrosionsschutz erreichen.
Darüber hinaus kann in speziellen Fällen durch den Einsatz korrosionsbeständiger Grundwerkstoffe die Fahrzeuglebensdauer positiv beeinflusst werden.

Ressourcenschonung durch richtige Werkstoffauswahl

Immer wichtiger und mitentscheidend bei DaimlerChrysler ist das Thema Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz.

Um Abfälle zu vermeiden und die Ressourcen während des gesamten Lebenszyklus unserer Fahrzeuge so weit wie möglich zu schonen, müssen die richtigen Werkstoffe bereits bei der Produktplanung ausgewählt werden.
  Besonders im Lackierbereich ist die Schadstoffreduzierung und
-vermeidung von größter Bedeutung. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern setzen wir hierfür zunehmend die Methode der "Ganzheitlichen Bilanzierung" ein.
Mit der "Ganzheitlichen Bilanzierung" hinterlegen wir den gesamten Lebensweg unserer Produkte mit umweltrelevanten Informationen.

Zum Beispiel werden mit diesem anspruchsvollen Instrumentarium bestehende wie künftige Produkte untersucht, um für ein Bauteil fallspezifisch "ökologisch richtige" Werkstoffe und Produktionsverfahren zu ermitteln.

Das wachsende Know-how auf diesem Gebiet gibt uns die Möglichkeit, uns rasch und objektiv zu informieren und die gewonnenen Erkenntnisse in umfassend ausgewogene Entscheidungen einzubeziehen.



So kommen in den einzelnen Werken verstärkt lösemittelarme Beschichtungsmaterialien, wie z. B. wasserverdünnbare oder High-Solid-Lackmaterialien zum Einsatz. Auch im Werkstattreparaturbereich wird jetzt schrittweise auf wasserverdünnbare Lackmaterialien umgestellt.

Eine neue interne Richtlinie über die recyclinggerechte Entwicklung bei DaimlerChrysler soll sicherstellen, dass bei allen Entwicklungsschritten auch ökologische Werkstoffkriterien beachtet werden.
  Nur ein fein aufeinander abgestimmtes Konzept zwischen Prozessführung, Arbeitstechniken, Material, Mensch und Umwelt ermöglicht uns, der Marke DaimlerChrysler und dem damit verbundenen Prestige "Qualität und Langlebigkeit" immer von Neuem zu entsprechen.

Vorhergehende Grafik zeigt den grundsätzlichen Produktionsablauf einer Lackierung.
Prozessänderungen sind durch neue Verfahrens- und Lackiertechniken sowie neue Lackmaterialien jederzeit möglich.

  Fachbegriffe Lackierung   GF98.00-P-9000-01A
  Übersicht Lackierung/Korrosionsschutz Typ 140, 202.01 /02 /12 /13, 210, 211, 215, 220, 240 GF98.00-P-4050A
    Typ 163 GF98.00-P-4050GH
    Typ 168 GF98.00-P-4050GC
    Typ 169 GF98.00-P-4050AK
    Typ 171, 209.3 /4, 230 GF98.00-P-4050B
    Typ 203 GF98.00-P-4050P
    Typ 405 GF98.00-G-4050UA
    Typ 408, 418, 427, 435
Typ 437 bis 31.7.03
GF98.00-G-4050U
    Typ 437.4 GF98.00-G-4050UB
    Typ 414 GF98.00-D-4050V
    Typ 461, 463 GF98.00-P-4050G
    Typ 638 GF98.00-S-4050VI
    Typ 639 GF98.00-S-4050VJ
    Typ 668, 669, 670 GF98.00-P-4050VA
    Typ 901, 902, 903, 904, 905, 906 GF98.00-D-4050S
    Typ 957 GF98.00-W-4050EC
    Typ 950, 952, 953, 954, 970, 972, 974, 975, 976 GF98.00-W-4050AC
  Lackierung/Korrosionsschutz Werk Istanbul Werk 152 GF98.00-T-3100A
  Hinweise zur Reparaturlackierung   GF98.00-P-8000A
  Lackschadensbeurteilung   GF98.00-P-9000A